Wie Sie die Qualität von WordPress Plugins beurteilen können

Die Auswahl eines Plugins wäre ein­fa­cher, wenn WordPress ein wenig mehr Repository-Informationen zulas­sen wür­de. Autor-gene­rier­te Ratschläge sind nicht ver­trau­ens­wür­dig, weil sie vor­ein­ge­nom­men sind. Popularität (Anzahl der Installationen) ist eben­falls ein lah­mer Indikator. Neuere Plugins sind manch­mal bes­ser, aber wir kön­nen nicht immer nach der Aktualität schauen.

Wir suchen nach Indikatoren für Glaubwürdigkeit (die sich aus Expertise, Vertrauenswürdigkeit und Führung zusam­men­setzt). Diese Auffindbarkeitshinweise sind wich­tig. Diese Dinge wer­den im Plugin-Repository her­ge­lei­tet – oder durch das Herunterladen ent­deckt. Sie umfassen:

1. Größe der heruntergeladenen Datei.

Dies ist ein mög­li­cher Indikator für die Effizienz des Plugins. Nicht immer, aber häu­fig. Wenn wir Alternativen haben, emp­feh­len wir das kleins­te Plugin-Paket, um Bloat zu ver­mei­den. Warum sagt uns WordPress nicht ein­fach die Dateigröße, bevor wir sie her­un­ter­la­den oder ankli­cken müs­sen? Die Angabe von Downloadgröße gilt als höf­lich und als gute Web-Etikette.

2. Datum der ersten Zulassung oder Einreichung.

Langlebigkeit auf dem Markt ist ein Indikator für Glaubwürdigkeit. Derzeit müs­sen wir ent­we­der das Download-Paket öff­nen und in der readme.txt nach einer Änderungshistorie suchen – oder sie im Repository durch Kompatibilität zur ältes­ten Version von WordPress her­aus­fin­den. Wie ein Reverse-Lookup. Müssen wir Wikipedia benutzen?

3. Ähnliche oder neuere Plugins sollten als verlinkte Optionen aufgeführt werden.

Beliebtheit bedeu­tet nicht immer "am bes­ten". Es kann auch ein­fach nur "alt" oder " ver­al­tet" bedeu­ten. Der Rückschluss auf ähn­li­che Plugins (falls auf­ge­lis­tet) hilft uns bei der Verwendung und Anpassung von Plugins (Workarounds).

4. Erfordert das Plugin eine Anmeldung oder Registrierung?

Mit ande­ren Worten, ist es ein Köder?

5. Fragt das Plugin eine Datenbank oder Cloud-Informationen ab?

Dies ist ein Indikator für lang­sa­me­re Ladezeiten (Seitengeschwindigkeit) und zusätz­li­che HTTP-Anfragen.

Diese und wei­te­re Informationen wür­den eine bes­se­re Produktivität bei der Nutzung des Repositories ermög­li­chen. Es gibt nicht genug Informationen, um eine Auswahl zu treffen.

Es gibt noch ein paar ande­re Dinge, die wir ger­ne sehen wür­den. Aber wir sind idea­lis­tisch in unse­rer Wunschliste. Dazu gehö­ren die Beantwortung von Plugin-Fragen wie:

  • Hat das Plugin ver­steck­te Funktionen? Zum Beispiel haben eini­ge Bildoptimierungs-Plugins Einschränkungen der Bildkonvertierungsmenge. Das Repository sagt nichts dar­über aus. Auch nicht in der readme.txt-Datei. Sie müs­sen es erst instal­lie­ren, um die­sen Mist herauszufinden.
  • Gibt es bekann­te Inkompatibilitäten oder Konflikte mit ande­ren Plugins oder Themes? Manchmal ver­ra­ten die Autoren dies nur in der readme.txt-Datei. Das ver­schwen­det unse­re Zeit.
  • Machen uns 8 Monate seit einem Update Sorgen? Nicht im Geringsten. Es gibt Plugins im Verzeichnis, die 8 Jahre alt sind und ein­wand­frei funktionieren.

Die Qualität von Plugins kann nicht nach "zuletzt aktua­li­siert" beur­teilt wer­den, eben­so wenig wie nach "akti­ve Installationen". Perfekte Plugins erschei­nen oft künst­lich ver­nach­läs­sigt im Verzeichnis. Die meis­ten müs­sen nicht IMMER aktua­li­siert wer­den, es sei denn, sie sind beschä­digt. Sie sind ewig grü­ne Plugins. Und soll­ten sie kaputt gehen, wer­den sie von WordPress ent­fernt. Ich ver­wen­de 8 Jahre alte Plugins ohne Probleme.

Plugins sind abwärts­kom­pa­ti­bel. Bis zur Installation von PHP7 oder Gutenberg müs­sen sie vom Website-Besitzer veri­fi­ziert wer­den. Gutenberg wird vor­aus­sicht­lich 15 Prozent aller Plugins zer­stö­ren (laut Automattic Core Developer Blogs). Das schließt bezahl­te Plugins ein. Sie sind nicht ausgenommen.

Die Plugins, die grö­ße­re Probleme ver­ur­sa­chen, sind kürz­lich aktua­li­siert wor­den und ent­hal­ten Fehler. Sie kön­nen uner­war­tet eine gan­ze Website lahm­le­gen. Alte, "schla­fen­de", immer­grü­ne Plugins sind siche­rer als "fri­sche" Plugins, die sich wöchent­lich ändern – wie eini­ge Page-Builder-Plugins und SEO-Plugins. Dies ist eine Tatsache. Diese Plugins ver­ur­sa­chen Probleme für 100.000e von Website-Besitzern. Können sie sich erho­len? Ja, natürlich.

So etwas wie ein risi­ko­frei­es Plugin oder Theme gibt es nicht.

Über Ferkan Saglamsoy

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Ein Allrounder – Web-Strategie, Blogging, Sys-Admin, Tech-Unternehmer, Designer, Kreativkopf, Marketingspezialist. Über 10 Jahre WordPress Design, Entwicklung, Hosting, Geschwindigkeitsoptimierung, Produktberater, Marketing, Monetarisierung. Das alles mache ich.

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